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Kunstkreuz und 15 Jahre RAW-tempel

Freitag, 10. Oktober bis Sonntag, 12. Oktober 2014

15 Jahre Kulturarbeit –
der RAW-tempel präsentiert sich zum Festival Kunstkreuz 2014

15 Jahre RAW

‚Einmischen - Mitmischen‘

 

Eine Devise, die sich der Verein und die NutzerInnen in den Häusern von Anfang an zu eigen machten – sie schufen seit Juli 1999 das einzigartige Gefüge dieses selbstverwalteten soziokulturellen Zentrums. Anlässlich des Festivals laden die Projekte und KünstlerInnen ein, ihre Arbeiten und Ausstellungen in offenen Ateliers, Workshops und Veranstaltungen vom 10. -12. Oktober in den vier denkmalgeschützen Gebäuden des Ensembles zu besuchen.

Am Freitag, den 10. Oktober um 19 Uhr eröffnet der Kulturring in Berlin e.V. im RAW99- Club das Kunstkreuz-Festival 2014, unterstützt von den Künstlerinnen Matt Grau, ‚Der Tramp‘, Anna Aliena und ‚Lily, der Feuerfee‘

Übersicht Gesamtprogramm Kunstkreuz 2014 - Facebook 15 Jahre RAW-tempel

Alle Veranstaltungen, die im Rahmen des Kunstkreuz-Festivals stattfinden, sind für die Besuch*erinnen kostenfrei, Spenden sind gern gesehen. Wir freuen uns über neue Mitglieder und Unterstütz*erinnen. Wir möchten uns an dieser Stelle bei allen Menschen und Institutionen herzlich bedanken, die durch freiwilligen Einsatz und ehrenamtliche Mitarbeit die Durchführung möglich gemacht haben! Geschichte und Hintergrund

Der 1998 von Anwohn*erinnen gegründete Verein RAW-tempel e.V. konnte dank der Unterstützung des damaligen Bezirksamts Friedrichshain im Juli 1999 mit der Zwischennutzung auf dem Gelände des ehemaligen Reichsbahnausbesserungs-werkes ‚Franz Stenzer‘ beginnen. Damals haben ca. 30 Projekte und zahlreiche Vereinsmitglieder und Unterstütz*erinnen begonnen, die Häuser nutzbar zu machen und Räume für Kunst und Kultur aller Sparten zu erschließen. Die ersten Jahre waren geprägt von Pionierarbeit auf der überwucherten wild-romatischen Industriebrache und vielen Diskussionen zur Stadtentwicklung von unten, mit dem Bezirk und den damaligen Eigentümern, der Deutschen Bahn und ihrer Tochter Vivico Real Estate GmbH. Die Aktivitäten fanden so viel Anklang, dass ab 2002 eine Verstetigung angestrebt wurde – ein Nutzungs- und Geschäftskonzept ermöglichte die erste Gebäudesanierung mit öffentlichen Fördermitteln und einen längerfristigen Vertragsabschluss. Es gab die ersten Veranstaltungen im ehemaligen Ambulatorium und selbst organisierte Verwaltungsstrukturen wurden geschaffen. Ein Bebauungsplan-Verfahren wurde durchgeführt, die workstation Ideenwerkstatt setzte mit Informationsveranstaltungen und Workshops eine weitreichende Bürgerbeteiligung um. Die Vivico entschied jedoch 2007, das Gesamtgelände an eine private Gesellschaft zu verkaufen. Inzwischen beherbergen die vier Gebäude mehr als 60 Projekte und EinzelkünstlerInnen, die hier malen, musizieren, Videos produzieren, Werkstätten betreiben, Tanz und Akrobatik trainieren und unterrichten, Theater spielen...viele haben sich hier eine eigene Existenz aufgebaut, der Kinderzirkus Zack hat sich nach Kreuzberg auf die ‚Schatzinsel‘ erweitert. Von den ursprünglichen Pionier-Projekten sind nur noch eine Handvoll geblieben, viele junge internationale KünstlerInnen und Projekte sind nachgerückt, das Freie Ausstellungs Kollektiv der Bildenden Künstlerinnen aus den Häusern hat inzwischen zwei erfolgreiche externe Ausstellungen organisiert. Das einst ruhige und idyllische Umfeld hat sich in den letzten Jahren extrem gewandelt, durch die Gentrifizierung im angrenzenden Boxhagener Viertel, viele neue Nutzungen und eine weitgehende Öffnung strömen Tourist*innen und am Wochenende das Party-Publikum zu Hunderten über das Gelände. Durch die nicht einfachen Verhandlungen mit den neuen Eigentümern und anhaltende Planungsunsicherheit ist der Betrieb des soziokulturellen Zentrums ohne öffentliche Fördermittel ein anstrengender Parforce-Ritt, der allen Beteiligten ähnlich viel abverlangt wie in den Pionierzeiten. Die Zukunft war damals nicht absehbar – wer hätte gedacht, dass so viel mit fast Nichts bewegt werden kann – doch sie ist noch immer ungesichert. Als letzter großer innerstädtischer Freiraum ist das RAW-Gelände ein internationaler Anziehungspunkt, Gegenstand vieler Masterarbeiten verschiedenster Studienrichtungen, Drehort für Musikvideos und Filme, ein bezahlbarer kultureller Veranstaltungsort und ist ein Platz, an dem immer noch von Freiheit geträumt werden kann. Wenn wir ihn erhalten wollen, auch als Daseinsvorsorge für spätere kreative Generationen, benötigen wir weiterhin viel Unterstützung und Zusammenhalt – ein durchdachtes und ökonomisch realistisches Gesamtkonzept muss entwickelt werden. Bringt Euch ein, werdet Mitglied, übernehmt Verantwortung für diese soziale Plastik, damit Ihr weiterhin ihre Vielfalt genießen könnt!

english

15 years of culture work –
RAW-tempel Showcase at Festival Kunstkreuz 2014

‚Intervene – get into the act‘

A slogan engaged from the beginning by the association RAW-tempel e.V. and the projects in the houses –since July 1999 they created the unique structure of this selforganized social-cultural center. On the occasion of the festival various artists and projects invite to visit their workspaces, exhibitions, workshops and events from October 10th-12th in the four historic buildings on the premises of the former railway repair workshop. Friday, Oct 10th at 7. p.m. at RAW 99 Club the opening act of Kunstkreuz 2014 will be presented by Kulturring in Berlin e.V., supported by live acts of Matt Grau, ‘The Tramp’, Anna Aliena and ‘Lily, the fire fairy’

All events run within the Kunstkreuz 2014 festival are for free, donations are very welcome – we encourage new memberships and supporters to participate in the association We want to thank all people and institutions which helped to create this festival with many hours of voluntary and honorary work!

 

Werkstatt N 2012 – Wir wurden wieder ausgezeichnet!

Große Freude: Auch 2012 sind wir für die Weiterentwicklung eines soziokulturellen Projekts vom ‚Rat für Nachhaltige Entwicklung‘ mit dem Prädikat ‚Werkstatt N 2012‘ ausgezeichnet worden!

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Werkstatt N ist das Qualitätssiegel des Rates für Nachhaltige Entwicklung. Mit der Auszeichnung werden Ideen und Aktivitäten prämiert, die den Gedanken der Nachhaltigkeit verkörpern: Im Umgang mit der Umwelt, der Gestaltung und des sozialen Zusammenlebens und des Wirtschaftens.

Mehr Infos

 

Tag der Soziokultur im RAW-tempel

Bundesweit fand der zweite „Tag der Soziokultur“ statt, Auftakt am 17. Oktober im RAW-tempel, Berlin

Unter dem Motto „JedeR ist kreativ. Wir haben das Zeug dazu. Du auch!“ fand am Donnerstag, dem 18. Oktober, der diesjährige „Tag der Soziokultur“ statt. Zum zweiten Mal gaben Akteure bundesweit einen Einblick in ihre Arbeit. Kulturpolitische Prämissen wurden z.B. im Tollhaus in Karlsruhe gesetzt: Unter dem Thema „Soziokultur ist MEHR WERT“ diskutierten VertreterInnen der LAKS, des Baden-Württembergischen Landesverbandes, mit kulturpolitischen SprecherInnen der Landtagsfraktionen.   Doch in den meisten Zentren standen künstlerische Angebote auf dem Programm: Konzerte und Lesungen, Tanz und Theater, Kurse und Workshops … Vielfalt und Teilhabe sind in der Soziokultur Programm.

Das breite Spektrum von Soziokultur zeigte auch die Auftaktveranstaltung am 17. Oktober im Berliner RAW-tempel. Sie gab Raum sowohl für den politischen Diskurs als auch für künstlerische Darbietung und eigene Kreativität. Jugendliche vom Zirkus Zack und ArtistInnen des Vereins zur Überwindung der Schwerkraft e.V., einem der 65 Nutzer des RAW-tempel, begeisterten mit ihren Darbietungen. Ihre Spielfreude übertrug sich auf das Publikum, das sich auch selbst im Jonglieren übte – und zwar mit Bällen, die den Finanzierungsmix soziokultureller Arbeit symbolisierten. 
Lars Johansen, Kabarettist von den Magdeburger „Kugelblitzen“, gab den Auftakt zur Diskussion. Pointiert geißelte er Thesen des „Kulturinfarkts“, der jüngst in der Kulturpolitik kontrovers diskutierten Publikation. Die Debatte selbst stand unter dem Titel „Von A wie Akquise bis Z wie Zuwendung“. Agnes Krumwiede,  MdB (Bündnis 90/Die Grünen), Christoph Poland, MdB  (CDU/CSU), Prof. Dr. Wolfgang Schneider, Institut für Kulturpolitik der Universität Hildesheim, und Wiebke Doktor, Agentur fundamente, Duisburg, diskutierten über das Pilotprojekt „SaatGut. Fundraising für Soziokultur“ der Bundesvereinigung Soziokultureller Zentren vor dem Hintergrund der Kulturfinanzierung in Deutschland. Wiebke Doktor, die als Fundraiserin das Pilotprojekt begleitet, versteht Fundraising als einen Aspekt der Partizipation – als Möglichkeit, Kooperationen aufzubauen und Wirkungsmöglichkeiten für Partner aus der Wirtschaft und anderen Bereichen zu schaffen. Gerade die soziokulturellen Zentren seien die Kräfte, die neue Wege beschreiten könnten, auch im Hinblick auf alternative Finanzierungsmodelle, so Prof. Dr. Wolfgang Schneider. Christoph Poland, MdB (CDU/CSU), betonte, dass jedoch die Kommunen nicht aus ihrer Mit-Verantwortung für die soziokulturelle Arbeit vor Ort entlassen werden dürften und die kommunale Zuständigkeit erhalten bleiben müsse. Agnes Krumwiede, MdB (Bündnis90/Die Grünen), kritisierte, dass die breite gesellschaftliche Akzeptanz der Soziokultur sich nicht in der Förderpraxis des Bundes widerspiegele. Mit rund einer Million Euro pro Jahr - lediglich 0,09 Prozent des gesamten Kulturetats - wird die Soziokultur durch die Bundesregierung gefördert. Sie forderte eine deutliche Erhöhung des Fonds Soziokultur und eine Verdoppelung der finanziellen Mittel für die Bundesvereinigung Soziokultureller Zentren. 
Im Konsens schätzten die Diskutanten Soziokultur und ihre Leistungen als unverzichtbar für die Gesellschaft ein, gerade auch vor dem Hintergrund des demografischen Wandels und der interkulturellen Entwicklung. Nur im Zusammenwirken aller Kräfte können die Rahmenbedingungen für dieses wichtige Praxisfeld verbessert und stabilisiert werden.
Weitere Informationen und die Pressemitteilung der Bundesvereinigung als pdf gibt es auf www.soziokultur.de


 
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