theater göttliche samen
göttliche samen. die himmel krachen ein und wir suchen nur die zärtlichkeit...
Aus ihrem extrem maschinisierten Dasein entfliehen zehn Frauen und Männer auf ein Schiff. Das Leben hier ist hart und einsam, das Segeln bei Sturm und Flaute schweißt die Crew zusammen. Die verdichtete Sehnsucht an Bord nähert sie einander an, auf kindliche bis begehrende Art, von
übergriffig bis erlösend und bergend. Sie drängt zur inneren Odyssee. Eine tropische Paradiesinsel gibt den entscheidenden Impuls, verheißt Sinneskost und Zeit im Überfluß und ist schließlich nicht auszuhalten.
Die Odyssee ist die Suche nach der Urhöhle, dem verlorenen Kontinuum, dem Raum von Halt und
Freiheit zugleich. Kurz: die Suche nach dem eigenen verlorenen Paradies. Sexualität ist der rote Faden im zweiten Projekt des Ensembles göttliche samen. Sie zieht sich durch unsere Existenz von der Geburt bis zum Tod, als soziale und biologische Normierung oder gefundene Identität, freie und getriebene Lust, Blockade und Vermittlerin von Lebensenergie.
Zusammen mit „normalen“ Schauspielern zelebrieren Spieler mit verschiedenen Beeinträchtigungen ihren barrierefreien Blick auf das Sexuelle des Daseins als USB-Port zur Welt. [zur Pressinfo]
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